Marienweihe - bis zum 08.12.2011 (3. Woche, 4. Tag / Dienstag, 22. November)


Dritte Woche – Weihe unseres geistlichen Seins

18. Tag: Weihe unserer Gotteskindschaft 

  • Im  Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
  • Wort Gottes:
    „Ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben.“ 
    (Röm 8,15–17)
  • Betrachtung:
     Die Beziehungen zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist sind das Fundament der Heiligsten Dreifaltigkeit. Auch im Leben jedes Menschen ist die Fähigkeit, Beziehungen einzugehen, etwas Grundlegendes. So gibt uns erst die Beziehung zu Gott Vater unsere Daseinsberechtigung. Gott macht uns zu seinen Kindern, wenn wir Christus, seinen Sohn annehmen. „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,12). Der Apostel Paulus sagt dazu: „… alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes“ (Röm 8,14).
    Weil die Welt den Heiligen Geist nicht kennt, kann der einzelne Mensch zum bloßen Objekt entwürdigt werden. Daher kommt die Verachtung des Lebens der Anderen und des eigenen Lebens: die Menschheit wird zum Opfer von Selbstmord, Abtreibung, Euthanasie und von allen Arten der Sklaverei und Unterdrückung. Verhalte dich nicht so, als wärest du „von der Welt“, denn du hast die Macht erhalten, „Gottes Kind“ zu sein. Lebe in inniger Verbundenheit mit Gott, bete zum Heiligen Geist, damit du innerlich in der Freiheit der Kinder Gottes leben kannst.
  • Ein Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen von "pro immaculata"
  • Weihegebet:
    Maria, deine Freude ist es, die geliebte Tochter des himmlischen Vaters zu sein; dies ist deine tiefste Identität und die Kraft, die dich zum Vater führt. Ich glaube, dass der Vater uns aus Liebe von Ewigkeit her erwählt hat, damit wir seine viel geliebten Kinder sind. Aber trotzdem habe ich manchmal Angst vor dem Blick des Vaters, sogar vor seiner Barmherzigkeit.
    Maria, du bist die Frau, die der Schlange den Kopf zertritt. Ich weihe mich dir und stelle mich unter deinen Schutz! Hilf mir, dass ich wie du immer mehr in einer vertrauenden und liebevollen Beziehung zum Vater wachse!
  • Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.
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8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ist es nicht gut auch etwas furcht vor dem geliebten vater zu empfinden? dem gerechten, allmächtigen
auf dem weg zur grossen liebe durch den sohn, und dem wunsch nur eins im willen zu sein freiwillig aus liebe
(ich glaube in der echten liebe hat man keinen freien willen mehr, der ist gefesselt an den geliebten, eng umschlungen - ein band)

ich habe sehr grosse furcht gehabt - und diese furcht hat mich "miterzogen"

jolie hat gesagt…

Die Bibel sagt: wer den Herrn fürchtet, der leidet keinen Mangel.

Aber auch: Furcht ist in der Liebe nicht. Es geht darum, die gottgegebene, d.h. Auch Gott gegenüber angemessene und für unser Wachstum unerlässliche Furcht zu trennen von der falschen Furcht, die aus dem Misstrauen kommt. So wie Adam sich vor Gott im Paradies verbarg, weil er Gott "fürchtete".

Beides liegt nah beieinander. Die immaculata hilft uns, die Geister zu scheiden.

Danke für diese wichtige Anmerkung!

Anonym hat gesagt…

die furcht ist (glaube ich) der weg
- kannte da sehr ungebildet das wort nicht: wer den ... - doch es stimmt so sehr

und erst wenn die furcht in die liebe mündet - wirkt die immaculata spürbar

in der reinen liebe gibt es die furcht gar nicht mehr - ich will es wollen
doch leider verspüre ich immer noch ängste, furcht - vor der grösse gottvaters
meiner kleine
ich will mich darin ergeben - und immer wenn ich denke JA du hast es geschafft, bekomme ich (DANKE) einen tritt in den hintern, wegen meiner überheblichkeit

die barmherzigkeit gottes, durch die immaculata - das steht für mich so sehr fest
doch ist es für mich ein sehr grosses achtung: es nicht auszunutzen, zu ruhen
sondern ein danke
danke das ich dir dienen darf, es genügt nie - doch du bist barmherzig - und die immaculata bittet für mich, ich durch sie

Anonym hat gesagt…

Man muss den Weg finden zum geliebten Vater. Der Vater ist für mich unvorstellbar groß, mächtig, so groß und mächtig dass ich mir nicht vorstellen kann zu ihm zu gelangen. Ich sehe mich unendlich weit weg, obwohl ich spüre, auch tiefe Freude empfinde wenn ich bete.
Die Immaculta, die Mutter Jesu ist der Weg, sie hält mich auch dann fest wenn ich zweifle. Danach habe immer ein schlechtes Gewissen, wie kannst du nur zweifeln? Warum gelingt es mir nicht da raus zu kommen?
Kann es sein dass mein Ego mich davon abhalten will treu die richtigen Schritte zu gehen?
Hinzu kommt oft eine Leere wie wenn ich nicht gebetet hätte.
Ich versuche stur weiter zu beten.

jolie hat gesagt…

Noch ein wichtiges Wort:

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.

Die Mutter der Barmherzigkeit lässt uns erkennen, dass Barmherzigkeit eben nicht Bequemlichkeit meint, sondern ein unglaubliches Geschenk, das letztlich Gottes Wesen ist.

Der Missbrauch des Wortes von der Barmherzigkeit im innerkirchlichen Dialog ist ein krisensymptom. Es zeigt, dass die Mutter fehlt. Nur durch sie gelangen wir zu ihm.

Anonym hat gesagt…

ich danke sehr für diesen wortwechsel, und möchte andere bitten/ermutigen sich daran zu beteiligen
mir/uns zu helfen indem man auch auch ängste,hoffnungen, erfahrungen (sofern nicht zu privat) mitteilt

es hilft sehr

wir sind doch alle gottesfamilie - durch die geliebte immaculata

wir sind alle glieder der kirche
jeder ein klitzekleiner baustein
egal an welcher stelle

Anonym hat gesagt…

Gottesfurcht ist ja eine Gabe des Heiligen Geistes, also nicht von uns selbst. Indem wir uns ganz weggeben an Gott, erledigt sich das sozusagen selbst mit den falschen Aengsten...sie werden ausgesiebt und die Gottesfurcht bleibt und naehrt alle anderen Gaben des Heiligen Geistes in uns.
Gottesfurcht, ja wie schoen ist das. Zu erkennen, dass Gott alles ist und ich sein Geschoepf aus dem "Nichts" erschaffen bin, etwas ganz neu Geschaffenes, was noch nie da war und nie wieder erschaffen wird, zu dem Gott seine ganz eigene Liebesbeziehung hat die es kein zweites Mal gibt. Daher ist Eifersucht und Neid auch so unsinnig.
Gottesfurcht ist die Voraussetzung fuer wahre Anbetung. Gott anschauen und wissen: Gott, Du bist alles, ich bin nur das, was Du in mich gelegt hat als sein Abbild, wozu ich gar nicht wuerdig bin.
(Hier ist von der geistlichen Ebene die Rede, nicht von der psychologischen mit dem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefuehl usw., also keine Abwertung, im Gegenteil. Ein gesundes Selbstwertgefuehl auf der psychologischen Ebene ebnet den Boden fuer die Demut anzuerkennen, was man selbst vor Gott ist)

Gerade in der Gotteskindschaft ist es leicht zu erkennen, dass der Weg zu weit und zu steil ist fuer uns. Wie die kleine Therese als Kleinkind unten an der Treppe stand und wusste, wenn ich rufe, dann wird meine Mutter kommen und mich hochtragen, so soll unser Vertrauen sein, dass die Immaculata uns hochtraegt, immer hoeher, schwindelerregend hoch und die Gnade Gottes erhaelt uns da.

Manchmal denke ich, sie hat doch schon immer alles fuer mich vorbereitet gehabt, auch als ich sie noch nicht als Mutter erkannte. Wie eine Mutter eben, die alles fuer ihr Kind tut und leitet, damit es sich gut entwickeln kann.

Ja, wir verdanken der Immaculata alles. Denn Gott ist alles und sie hat alles in die Welt gebracht zu uns, indem sie Gott selbst geboren hat.

lg
Maerilu

Anonym hat gesagt…

Danke,danke, danke,und allen ein herzliches "Vergelts Gott!!!

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