Marienweihe - bis zum 08.12.2011 (4. Woche, 2. Tag / Sonntag, 27. November)


Vierte Woche – Weihe unserer Lebensbereiche

23. Tag: Weihe unserer Misserfolge


Liebe Gläubige, haben Sie vielen Dank für die sehr persönlichen Mitteilungen im Kommentarbereich. 
Alles wird sehr aufmerksam gelesen und ins Gebet mitgenommen.
NN, Landpfarrer

  • Im  Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
  • Betrachtung: 
    Der Herr sagt uns durch den Propheten Jesaja, dass seine Gedanken hoch über unseren Gedanken sind und seine Wege hoch über unseren (vgl. Jes 55,8). In diesem Wort befindet sich das ganze Geheimnis unseres Lebens mit Gott. Wenn wir verstehen, dass Gott uns manchmal auf unbekannten Wegen führt, können wir begreifen, dass selbst unsere Misserfolge uns großen Segen bringen können: durch sie werden wir verändert, Gott ähnlicher und heiliger. Deshalb gibt es keine wirklichen Niederlagen für den Jünger Jesu, so wie die „Niederlage“ Jesu am Kreuz nur eine Scheinniederlage war. 
    Kein Mensch konnte sich die Art und Weise vorstellen, durch die Gott die Welt retten wollte. Die Art und Weise, wie Gott uns zur Heiligkeit führt, erschreckt uns vielleicht. Lasst uns einfach Gott, dem Vater, im Namen unseres Herrn Jesus Christus jederzeit für alles danken (Eph 5,20).
    Das Geheimnis des Glaubens ist wirklich groß: Wie soll man erklären, dass sich selbst in unserer größten Treulosigkeit, wo wir uns am weitesten von Gott entfernt hatten, die Heiligkeit entfalten kann? Wir stehen hier vor einem wirklichen Geheimnis. Immer wieder fassen wir gute Vorsätze, aber das konkrete Leben konfrontiert uns mit unserer Wirklichkeit. Welch ein Gegensatz zu unseren guten Vorsätzen! 
    Oft bist du enttäuscht, weil deine guten Vorhaben wie eine Seifenblase zerplatzen. Es passiert, dass Menschen, die für dich ein Vorbild im Glauben sind, vom Weg abkommen und dann zweifelst du vielleicht an der Echtheit deines eigenen Glaubens. Du bist sogar versucht, an gar nichts mehr zu glauben. Selbst dann musst du Gott danken, weil er da ist und an dir und deiner Heiligkeit arbeitet. Er will dich zu einer Heiligkeit führen, die du nicht selber machen kannst, sondern die sein Geschenk an dich ist. Ohne ihn kannst du gar nichts tun. Mitten in deinen Wunden findest du seine Erlösung für dich. 
  • Ein Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen von "pro immaculata"
  • Weihegebet:
     Herr, du möchtest dich in unserer Schwachheit verherrlichen. Du hast die Ärmsten auserwählt und sie uns als Vorbild gegeben, um in das Reich Gottes zu gelangen. Durch die Hände Marias gebe ich dir heute meine Mängel und meine Armut. Mit diesem Schritt möchte ich dir voll Dankbarkeit all meine Misserfolge in Beziehungen, in Schule und Beruf bringen, alle Augenblicke, wo ich mich schwach, ausgenutzt oder beschämt gefühlt habe. Lass dein Wort sich in diesem Moment an mir erfüllen: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). Richte mich wieder auf und schenke mir die Gewissheit, dass ich dein viel geliebtes Kind bin.
  • Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.
Alle Rechte vorbehalten!
© Vereinigung Maria Königin des Friedens / Internationales Zentrum - P. Philippe Mascarel
10 Rue du Fourneau
5651 Thy-le-Château
Belgique
E-Mail: international.relay@gmail.com oder phimas33@gmail.com


3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Gang zur Marienweihe entfaltet langsam seinen Segen. Anfangs spektisch, ja ängstlich, "mitzumachen", spüre ich eine Beruhigung meiner inneren Verfaßtheit.

Abends das Buch vorzunehmen, den Computer auszuschalten, eine Kerze anzuzünden und mit der mir möglichen Anteilnahme, einen Schritt nach dem anderen zu gehen - das ist schon ein große Ruhe, die die Seele empfängt.

Gestern habe ich mir noch mal die Predigt von P. Buob zur Marienweihe angeschaut und angehört: Sie hat mir etwas Mut gemacht, denn auch ich fühle mich wie wohl viele andere nicht rein und nicht stark genug, mich Maria zu weihen ...

Ich freue mich jetzt auf die Adventszeit: Ich will sie mit einem gewissen Maß an Fasten begehen. Dabei bin ich freudig gespannt, wie diese Zeit meinen Weg zu Maria begleiten wird.

Anonym hat gesagt…

Jeder Schritt auf der letzten Etappe scheint sich jetzt bereits heute morgen schon für mich zu zerteilen - in tausendste, kleinste Gänsefüßchen,
immer wieder aus der Ohnmacht, meinem Nichts,
hinaus in neue Geborgenheit und neuerliche Zusage meines Angenommenseins im göttlichen,unfassbaren Erbarmen, wie Maria es mir geduldig vermitteln möchte.

Jeder Atemzug -
ein Geschenk von Ihm,dem Vater, durch Seine geliebte Tochter und Braut des Hl. Geistes,
in Jesus, dem Erlöser-Sohn
an mich und durch sie
auch durch mich
an meine kleine Welt hinaus und
zu Ihm zurück...
darf ich das wagen,so 'was zu sagen...
einfach unfassbar!
So will ich weiter adventlich zu atmen versuchen.

Anonym hat gesagt…

wie wunderbar, wie kostbar
danke das wir daran teilhaben dürfen, uns mit freuen dürfen - für sie, für uns, für ihn - durch die immaculata

es ermutigt auch andere zu sagen ich? wirklich ich?
und es anzunehmen voller liebe und dank

danke

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