Vierte Woche – Weihe unserer Lebensbereiche
26. Tag: Weihe der uns vorgesetzten Menschen
- Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
- Wort
Gottes:
„Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid, sei es Steuer oder Zoll, sei es Furcht oder Ehre.“ (Röm 13,1.7)
- Betrachtung:„Christus
war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen
gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war
gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,6–8) Niemand
nimmt Jesus das Leben, er gibt es freiwillig.
Jesus gehorcht den Menschen aus freiem Entschluss, bis zum Tod. Darin liegt seine souveräne Freiheit. Seine Nahrung war es, stets den Willen des Vaters zu tun. Darum sollte unser Verhältnis zur Autorität immer über den Menschen hinaus auf Gott hin ausgerichtet sein. Das heißt nicht, sich auf unfreie Weise zu unterwerfen. Es heißt auch nicht, in ständiger Auflehnung zu leben. Nur so werden wir tatsächlich frei sein, uns zu entscheiden, Dinge im Gehorsam zu tun.
Keine Erfahrung mit Autorität soll dich in die Auflehnung bringen oder zur Verschlossenheit führen. Alle Bedrängnisse können dir als besondere Schule dienen, stets aufmerksam zu bleiben für das, was Gott mit dir vorhat. Bevor du also murrst oder Vorwürfe machst, solltest du Gott danken und ihn loben. So kann Gott dich nach dem Abbild seines Sohnes formen, der gehorsam war.
Du wirst lernen, in allem, worum man dich bittet, das Für und Wider abzuwägen und so immer in Einklang mit deinem Glauben zu sein.
- Ein Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen von "pro immaculata"
- Weihegebet:
Maria, in allem hast du dich dem Willen Gottes unterworfen. Ich möchte auch aus Liebe gehorchen und dir alle Personen weihen, die Autorität über mich haben (Eltern, Lehrer, Vorgesetzte …). Ich möchte lieber dienen als mich bedienen zu lassen.
Ich weihe dir auch jede Form von Machtmissbrauch, der ich ausgesetzt war und ebenso alle Personen, die auf irgendeine Weise Macht ausüben. Ich gebe dir auch alle Situationen, in denen ich die Autorität nicht akzeptiert oder sogar dagegen rebelliert habe, damit du meinen Hochmut in Demut verwandeln kannst und ich so immer bereit bin, den Willen Gottes zu tun.
- Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen.
Alle Rechte vorbehalten!
© Vereinigung Maria Königin des Friedens /
Internationales Zentrum - P. Philippe Mascarel
10 Rue du Fourneau
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4 Kommentare:
Ich erlebe die Hölle des Machtmissbrauchs durch Vorgesetzte. Ich kenne die innere Bedrängnis, die Ohnmacht, die einen dazu verführt, dagegen zu rebellieren, aber nicht gegen die Menschen, die einem das antun, sondern - was viel schlimmer ist -gegen Gott, in der Meinung, dass er ja dies alles zulässt und mich damit überfordert.
So habe ich also bis heute die Lektion über Demut und Vergebung nicht gelernt... Ich setze meine ganze Hoffnung auf die heilende Kraft des heutigen Weihegebets.
Wir helfen Dir im Gebet!!!!
Sicherlich erleben und durchleiden wir auch vieles durch und fuer die Kirche. Denn der Machtmissbrauch in der Kirche ist auch sehr stark zu spueren.
Nur das Gebet hilft in allen verzweifelnden Lagen.
Im ehrfürchtigen, ständigen Dialog mit unserer geliebten Immaculata kann ich Stufe für Stufe die Tagestreppe bewältigen auch wenn es schmerzt.
Der Lohn ist der Frieden und die Kraft weiter zu gehen.
Ich leide und bete gerne mit.
danke für alle gebete und auch für alle aufgeopferten leiden - besonders am heutigen tag, dem fest des apostels andreas!
meinen segen allen, die sich auf die weihe vorbereiten.
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